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Im Sondierungsprojekte aspern.mobil wurde versucht, die Rahmenbedingungen, Inhalte, Prozesse, Abläufe und Verantwortlichkeiten für die Etablierung eines urbanen Mobilitätslabors in der Seestadt abzuklären.

Die Neuerrichtung der aspern Seestadt im 22. Wiener Gemeindebezirk eröffnet neue Möglichkeiten, Mobilitätsverhalten durch ein Angebot an innovativen und dem Zeitgeist entsprechenden Mobilitätsleistungen weiterzuentwickeln. Hierbei steht im Vordergrund, durch einen Perspektivenfokus auf die Nutzer und Nutzerinnen Potenzial für neues Mobilitätsangebot einzuschätzen und dadurch emissionsvermindernde sowie energie- und ressourceneinsparende Mobilitätsformen zu unterstützen. Im Rahmen eines Sondierungsprojektes in dezentraler städtischer Lage mit den Zielstellungen der täglich gelebten Multimodalität, der Einsparung von Wegen im Gesamtgefüge der Seestadt Aspern und darüber hinaus sowie der Reduktion der Distanz von täglichen Wegen, wird der Strategie „Mobilität konsumieren, anstatt Verkehrsmittel besitzen“ (“‘pay per use‘ instead of ‘pay and use‘“) Vorschub geleistet.

Im Sondierungsprojekte aspern.mobil wurde versucht, die Rahmenbedingungen, Inhalte, Prozesse, Abläufe und Verantwortlichkeiten für die Etablierung eines urbanen Mobilitätslabors in der Seestadt abzuklären. Es diente der Vorbereitung eines konkreten urban living labs, in dem Mobilitätslösungen direkt mit NutzerInnen in Echtzeit getestet wurden.

Durch eine intensive Auseinandersetzung mit Akteuren und Akteurinnen und deren Einbindung als Co-Creatoren wird der Grundstein für einen Partizipationsleitfaden für das Mobilitätslabor gelegt. Diese Co-Creatoren werden in der Konzeption der Organisations- und der Managementstruktur für das zukünftige living lab eine wichtige Rolle spielen und sich in den Verantwortlichkeiten der zu schaffenden Institution wieder finden. Dem Mobilitätslabor wird in der gesamten operativen Phase ex tunc eine Evaluierungs- und Monitoringstruktur zur Seite stehen, die die Effektivität, die ökonomische Verwertbarkeit und die sozial-ökologische Relevanz der Maßnahmen und Umsetzungen des Mobilitätslabors prüft und Qualitätsmanagementaufgaben übernehmen wird. Die Roadmap, das Kernergebnis von aspern.mobil, definiert die Einsetzung und den Betrieb des urbanen Mobilitätslabors. Die örtliche Verankerung von aspern.mobil in der Aspern Seestadt und die daraus entwickelten Umsetzungsprojekte werden jedoch Leuchtturmcharakter über die Stadtgrenzen Wiens hinaus aufweisen.

Das Ergebnis von aspern.mobil ist eine Roadmap, die sowohl als Strategie, als auch als konkrete Anleitung zum Aufbau eines Mobilitätslabors diente. Der Prozess zur Roadmap wurde über die gesamte Sondierungslaufzeit durch einzelne Aktivitäten begleitet, die das Lernen des Projektteams, der Co-Creatoren und aller relevanten Stakeholder unterstützte. Diese Aktivitäten, wie beispielweise die Erstellung einer Projektlandkarte oder die Etablierung eines Experten- und Expertinnenboards, sind die Destillatoren zur Zielformulierung für das urbane Mobilitätslabor.

Kontakt

DI Rainer Müller

TINA Vienna GmbH

E-Mail: rainer.mueller@tinavienna.at

Website: aspern.mobil

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