Weltweit erster Hochdruck-Wärmespeicher

Vereinfacht gesagt ist der neue Fernwärmespeicher auf dem Gelände des Kraftwerks Simmering nichts anderes als eine gigantische Thermoskanne. Die beiden Speicherbehälter sind mit 45 Metern deutlich höher als ein zwölfgeschossiges Gebäude. Bis zu 150 Grad Celsius heißes Wasser wird dort unter hohem Druck gespeichert. Die Speicher werden pro Jahr rund 2.200 Stunden be- und rund 2.200 Stunden entladen. Die jährlich gespeicherte und somit auch entnommene Wärmemenge beträgt rund 145.000 Megawattstunden. Das entspricht dem durchschnittlichen jährlichen Wärmebedarf von 20.000 Haushalten.

Optimaler Einsatz erneuerbarer Energien

Mitarbeiter von Wien Energie blickt auf den Hochdruck-Wärmespeicher und das Kraftwerk Simmering

Am Standort Simmering betreibt Wien Energie drei Kraft-Wärme-Kraftwerke und ein Wald-Biomassekraftwerk. Mit der Wärme aus den Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen und der thermischen Abfallverwertung werden rund 320.000 Wohnungskunden und 6.200 Großkunden in Wien mit Wärme und Warmwasser versorgt.

 

Die Anlage trägt jetzt zum optimierten Einsatz der Kraft-Wärme-Kopplungs-Kraftwerke und der thermischen Abfallbehandlungsanlagen im Zusammenspiel der erneuerbaren Energie bei. Kohlendioxid-Emissionen werden reduziert und die Fernkälte-Tagesspitzen in den Sommermonaten ausgeglichen.

 

Wien Energie will bis 2030 die Hälfte der erzeugten Energie aus erneuerbaren Quellen gewinnen. Die Nutzung erneuerbarer Energie ist ohne Speichermöglichkeiten und starke Netze oft begrenzt. Durch den Wärmespeicher kommt es zu einer zeitlichen Entkopplung zwischen Wärmeerzeugung und Wärmeverbrauch.

Daten und Fakten

  • Speichermenge Wasser: 11.000 Kubikmeter
  • Höhe der beiden Druckspeicher: 45 Meter
  • Druck: Zehn bar am Speicherboden, sechs bar an der Speicherdecke
  • Speichervermögen: 850 MWh
  • Wärme für 20.000 Haushalte pro Jahr
  • Kohlendioxid-Einsparung pro Jahr: rund 11.000 Tonnen
  • Investition: 20 Millionen Euro#

 

Weiterführende Infos:

Video zum Hochdruck Wärmespeicher

Originalseite auf Wien.at

Klimaschutz in Wien

Wien Energie

Erste Passivhaussanierung eines Wiener Gemeindebaus

Wien ist insgesamt mit drei Gemeindebauten sowie fünf weiteren Wohnhausanlagen im Gebiet rund um die Linzer Straße in Penzing an EUGUGLE beteiligt. Einen besonderen Stellenwert besitzt die Passivhaussanierung des Gemeindebaus Hütteldorfer Straße 252, die das Vorzeige-Projekt von EUGUGLE in Wien darstellt. Die städtische Wohnhausanlage, die zu den vorrangigen Sanierungsvorhaben von Wiener Wohnen zählt, wurde aufgrund ihrer idealen geografischen Ausrichtung ausgewählt. Die Unterzeichnung und damit die Genehmigung des Forschungsprojekts durch die Europäische Kommission fand im Oktober statt. Nun startet Wiener Wohnen mit der konkreten Planung und Umsetzung der Projekte.

,,EUGUGLE ist ein wichtiges zukunftsweisendes Forschungsprojekt. Umso mehr freut es mich, dass dadurch auch die erste Sanierung eines Gemeindebaus auf Passivhausstandard ermöglicht wird. Ein Win-Win-Projekt, das vor allem den Bewohnerinnen und Bewohnern zugutekommt, das aber auch dem Klimaschutz und der Erforschung und Lösung zentraler Zukunftsfragen dient. Wien ist bereits 2012 im internationalen Smart City-Ranking als weltweit führend ausgezeichnet worden. Mit dem Vorzeigeprojekt im Rahmen dieser EU-Initiative gehen wir einen weiteren Schritt vorwärts“, hob Wohnbaustadtrat Michael Ludwig bei der Präsentation des Projekts hervor.

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„ÖkoKauf Wien“ mit Austrian Supply Excellence Award ausgezeichnet

Der Award wird für Lösungen in den Kategorien Supply Chain Management, Einkauf/Beschaffung/ Logistik, Vertrieb, Wissenschaft & Forschung und in den Sonderkategorien KMU, Öffentlicher Auftraggeber & Corporate Social Responsibility vergeben. Aus den zahlreichen Einreichungen für den Award kürte eine hochkarätige Fachjury heuer insgesamt vier PreisträgerInnen: Stadt Wien/Wiener Umweltschutzabteilung – MA 22 mit dem Programm „ÖkoKauf Wien“, Österreichische Post, Baxter und Manz.

 

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