Co-Creation Lab Vienna © Fotolia

Die Wirtschaftsagentur Wien setzt sich aktiv mit der Thematik der „Co-Creation“ auseinander und hat dazu das „Co-Creation Lab Vienna“ entwickelt. Denn: Je früher die späteren Nutzerinnen und Anwender bei der Entwicklung eingebunden werden, desto größer ist die Chance, dass neu entwickelte Produkte und Services auch wirklich einen Markt finden.

Aktuell geht das Co-Creation Lab Vienna bereits in die zweite Runde. Einmal mehr sind etablierte Unternehmen und Organisationen aufgerufen, eine konkrete Fragestellung, der sie in ihrer täglichen Arbeit gegenüberstehen, einzusenden. Innovative Start-ups und Technologiefirmen entwickeln in Folge konkrete Lösungsansätze zu den formulierten Herausforderungen. Im Rahmen des Co-Creation Lab bringt die Wirtschaftsagentur Wien die am besten passenden Partner-Unternehmen zusammen, die in Folge gemeinsam eine Lösung maßschneidern.

Renommierte Unternehmen profitieren dabei von Innovationskraft und Know-How junger Betriebe und diese wiederum von den Netzwerken und der Expertise der etablierten Player.

Erfolgreicher Start

Bereits im Pilotdurchgang war das Co-Creation Lab ein voller Erfolg: 2016 reichten insgesamt 75 Jungunternehmen ihre Lösungsideen zu acht Challenges ein. Die daraus entstandenen Teams arbeiten derzeit an der Umsetzung der gemeinsamen Projekte.

So arbeitet etwa der Flughafen Wien an der Umsetzung eines Gepäcksystems, das die Gepäckaufgabe und -abholung für Reisende erleichtern soll. Engie Gebäudetechnik entwickelt eine Lösung, um logistische Fragestellungen auf Baustellen, wie etwa die Verfügbarkeit von Kleinteilen, zu optimieren. Auch mit dabei: der Wiener Hafen, die MA 33, Melecs EWS sowie Tele Haase Steuergeräte.

Beispiel-Challenge

Ein Beispiel für eine Challenge aus dem Pilotjahr 2016 dreht sich um die energetische Optimierung von Gebäuden. Die Abschätzung des Optimierungspotenzials von Gebäuden wird zumeist durch aufwändige Einzelfallprüfungen abgewickelt. Es existieren zwar Datenbanken, in denen Referenzgebäude abgebildet sind, sie werden jedoch nicht verwendet. In Zukunft soll eine automatisierte Lösung zum Einsatz kommen, die es GebäudetechnikerInnen ermöglicht, potenzielle KundInnen schnell mit wichtigen Kennwerten zu versorgen. ENGIE Gebäudetechnik schrieb deswegen die Entwicklung eines automatisierten Benchmarking-Systems beim Co-Creation Lab Vienna aus. An der Lösung des Problems waren folgende Akteure beteiligt: (1) das Smart Buildings Team des AIT Austrian Institute of Technology, (2) gizmocraft design and technology, die über Expertise im Bereich Datenbank-Applikationen sowie Data Intelligence verfügen, und (3) Xylem Technologies, die seit 2009 innovative Softwarelösungen in den Bereichen IT-Sicherheit und Energieeffizienz in Wien entwickeln.

Kontakt

Lukas Lengauer

Technologie Services

Wirtschaftsagentur Wien

E-Mail: lengauer@wirtschaftsagentur.at

Website: Wirtschaftsagentur Wien

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