Wien macht sich auf den Weg

RahmenstrategienSmart City Wien beansprucht eine internationale Spitzenposition und bekennt sich zu Europas Entwicklungszielen bis 2050. Geleitet vom EU-Strategieplan für Energietechnologie (SET-Plan) initiierte der damalige Bürgermeister Michael Häupl 2011 die Transformation Wiens in einen nachhaltigeren urbanen Lebensraum. Ein vom österreichischen Klima- und Energiefonds gefördertes Projekt bot Anspruchsgruppen in- und außerhalb der Stadtverwaltung die Möglichkeit, zusammenzufinden. So entstanden visionäre Konzepte und erste Maßnahmenpläne, die 2014 in der ursprünglichen Smart City Wien Rahmenstrategie aufgingen.

Rahmenstrategie tritt in Kraft

Fachleute aus Politik und Verwaltung sowie  der Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft erarbeiteten von 2011 bis 2013 die strategischen Grundlagen. Der Gemeinderat machte diese dann erstmals am 25. Juni 2014 zum rechtlich verbindlichen Fundament der Smart City Wien. Doch eine intelligente Stadt geht stets mit der Zeit und passt sich Veränderungen an. Der Landesgesetzgeber verlieh deshalb einer weiterentwickelten Fassung der Rahmenstrategie am 26. Juni 2019 Rechtskraft. Diese erste Aktualisierung bringt folgende Neuerungen mit sich:

  • „Digitalisierung“ und „Partizipation“ sind als neue Zielbereiche aufgenommen.
  • Alle Inhalte knüpfen an die „UN Agenda für nachhaltige Entwicklung 2030“ an.
  • Jeder Zielbereich vereint alle drei Leitorientierungen: radikale Ressourcenschonung, hohe Lebensqualität und soziale Inklusion sowie Fokus auf Innovation als zentralem Hebel für eine zukunftsfähige Stadt.
  • Anpassung an die Folgen des Klimawandels, die Kreislaufwirtschaft und der konsumbasierte Materialverbrauch sind als neue Themen in die Strategie integriert.
  • Indikatoren und zugrundeliegende Berechnungsmethoden sind präzisiert.
  • Prinzipien, Methoden und Instrumente der Governance (Management, Koordination, Umsetzung und Monitoring) sind kritisch reflektiert und, wenn erforderlich, angepasst.

Von der Idee zur Wirklichkeit

Smart City Wien in den kommenden Jahrzehnten sozial gerecht zu verwirklichen ist eine Herkulesaufgabe. Diese ist auf viele Schultern zu verteilen. Politik und Verwaltung sind hier ebenso gefordert wie lokale Unternehmen, Wissenschaft, Kultur und – nicht zuletzt – jede einzelne Bürgerin und jeder einzelne Bürger!

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