© Klima- und Energiefonds/APA-Fotoservice/Juhasz

Im Rahmen des Projekts werden in einem Bestandsbau im 23. Bezirk, Garagenplätze mit Ladestationen ausgestattet und BewohnerInnen 6 Wochen ein E-Fahrzeug zur Verfügung gestellt. Dadurch können Erkenntnisse für die E-Mobilitätsnachrüstung im Bestandsbau gesammelt werden.

Das Pilotprojekt wird in einer bestehenden Wohnhausanlage des Bauträgers „Wien Süd“ im 23. Wiener Gemeindebezirk durchgeführt. Die Tiefgarage des Objekts wurde dafür mit Ladestationen für Elektrofahrzeuge ausgestattet. Für teilnehmende MieterInnen werden für einen Zeitraum von 6 Wochen kostenlos E-Fahrzeuge zur Verfügung gestellt. Dadurch wird ein E-Mobilitätsanteil von 30%-50% simuliert wird. Auch die Aufladung der Fahrzeuge mit der von Wien Energie zur Verfügung gestellten TANKE-Karte ist im Rahmen dieses Projekts kostenlos.

Kern des Pilotprojekts ist eine detaillierte messtechnische Erfassung der Stromversorgung, um zu zeigen, dass die Nachrüstung und der Betrieb von E-Ladestationen auch in bestehenden Wohnhausanlagen in größerem Umfang möglich sind. Zusätzlich wird begleitend die NutzerInnenzufriedenheit der ProbandInnen zum Thema Elektromobilität erhoben.

Aufschlüsse über technische Unklarheiten

In Fachkreisen besteht mittlerweile Einigkeit, dass die Elektromobilität ein wesentlicher Baustein der Energie- und Mobilitätswende – zumal in den urbanen Gebieten – sein wird. Dabei wird die Nachrüstung von E-Ladeinfrastruktur in bestehenden Wohnhausanlagen ein entscheidender Faktor für den Markthochlauf der Elektromobilität in Städten sein. In dieser Transformation sind einige zentrale technische Fragen – auch in Fachkreisen – noch nicht hinlänglich geklärt.

  • Reicht die Leistungskapazität des bestehenden Hausanschlusses und wenn ja für wie viele Fahrzeuge im realen Betrieb?
  • Wieweit kann Lastmanagement in der Praxis tatsächlich gewährleisten, dass Ladestationen in nennenswertem Ausmaß bei bestehenden Wohnhausanlagen nachgerüstet werden, ohne dass erhebliche Anschlussleistungen nachgekauft werden müssen oder gar ein zusätzlicher Transformator errichtet werden muss?

Das Pilotprojekt Elektromobilität 2030 wird von einem detaillierten messtechnischen Monitoring begleitet. Dadurch soll zur Klärung dieser Fragen beigetragen und Erkenntnisse für den breiteren Ausbau der E-Mobilität im Bestandsbau gesammelt werden.

Die Umsetzung des Projekts erfolgt im Auftrag des Klima- und Energiefonds im Rahmen des Programms „Elektromobilität in der Praxis“.

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Projektpartner:

Fahrzeuge werden zur Verfügung gestellt von:

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Kontakt

Gerald Franz

UIV Urban Innovation Vienna GmbH

E-Mail: franz@urbaninnovation.at

Website: www.urbaninnovation.at/E-Mobilitaetsszenario-2030

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