IMPALA - Güterzentrum Wien Süd Terminalbereich (c) ÖBB Robert Deopito

Ziel des Sondierungsprojektes IMPALA ist es, abzuklären, inwieweit sich intermodale Knotenpunkte wie Binnenhäfen oder Bahnterminals als urbane Logistikzentren unter Einbeziehung elektrisch betriebener Lieferfahrzeuge für die regionale Feinverteilung eignen.

Die urbane Logistik und die damit verbundenen Transporte unterliegen zunehmend dem Druck bei gleichbleibender Versorgungssicherheit weniger Emissionen zu verursachen, das Weißbuch der EU-Kommission setzt die Umsetzung der CO2-freien City Logistik in Stadtzentren bis 2030 als Ziel fest. Dieses Ziel ist nur erreichbar, wenn die derzeit vorhandenen Lieferketten in urbanen Regionen drastisch verändert werden. Bislang erfolgt urbane Feinverteilung in Österreich über eigenständige Verteilzentren der jeweiligen (Handels-)Unternehmen. Um hier eine nachhaltige Veränderung zu bewirken, braucht es neue Konzepte und Lösungsansätze, wie etwa urbane Logistikzentren (Hubs). Neben organisatorischen Herausforderungen, die sich daraus ergeben, stellt sich auch die Frage nach geeigneter Infrastruktur. Hierfür bieten bestehende intermodale Knoten die perfekte Voraussetzung. Intermodale Knoten wurden in der Vergangenheit meist auf bereits vorhandenen Arealen und Infrastrukturen errichtet, die zur Versorgung von Städten bzw. Ballungszentren gedient haben (Güterbahnhöfe, Hafenanlagen, ehemalige Industrieanlagen, etc.). Diese befanden sich historisch gesehen zwar zu ihren Errichtungszeitpunkten am Stadtrand, wurden aber über die Nutzungsdauer durch das Wachstum in das Stadtgebiet integriert. Durch diese „zentrale“ Lagen bieten diese intermodalen Knoten wesentlich kürzere Distanzen für die Feinverteilung der Güter zu den zu versorgenden Gebieten, als neu zu errichtende Hubs.

Ziel des Sondierungsprojektes IMPALA ist es nun, abzuklären, inwieweit sich intermodale Knotenpunkte wie Binnenhäfen oder Bahnterminals als urbane Logistikzentren unter Einbeziehung elektrisch betriebener Lieferfahrzeuge für die regionale Feinverteilung tatsächlich eignen. IMPALA dient somit der Vorbereitung eines konkreten F&E-Projektes, in dem organisatorische und technologische Innovationen für die Umsetzung eines solchen Logistikzentrums erforscht werden sollen. Das Ziel eines derartigen Logistikzentrums besteht unter anderem in der Bündelung von Transporten wodurch die Effizienz der Güterverteilung steigt und somit die Versorgung aller EinwohnerInnen des urbanen Gebietes gewährleistet werden kann. Durch die zusätzliche Verwendung von alternativ betriebenen Fahrzeugen für urbane Transporte kann auch hier eine starke Reduktion der Emissionen herbeigeführt werden. IMPALA leistet damit einen wesentlichen Beitrag zu den Umweltzielen einer CO2-freien städtischen Belieferung entsprechend dem Weißbuch Verkehr und adressiert eine der wesentlichen aktuellen Herausforderungen im städtischen Güterverkehr.

Kontakt

DI Rainer Müller

TINA Vienna GmbH

E-Mail: rainer.mueller@tinavienna.at

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