Prozess und Ergebnisse

Um sicherzustellen, dass die Smart City Wien zur gelebten Realität für alle Bürgerinnen und Bürger wird, soll regelmäßig überprüft werden, wie weit es gelingt, die festgelegten Zielsetzungen der Rahmenstrategie zu erreichen. Dieser Monitoring-Prozess dient aber nicht allein zur Bestandsaufnahme, sondern schafft auch eine Plattform, um unterschiedliche Aktivitäten noch besser aufeinander abzustimmen und die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Akteurinnen und Akteuren weiter zu verbessern.

Vorgehensweise

Die Umsetzung des Monitorings wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert.

Das Monitoring wurde 2017 erstmals durchgeführt. Rund 120 MitarbeiterInnen aus 50 Einrichtungen und Unternehmen der Stadt waren daran beteiligt. Für jedes in der Smart City Wien Rahmenstrategie (SCWR) definierte Einzelziel wurden bereits im Vorfeld Indikatoren festgelegt – Kennwerte, anhand derer sich überprüfen lässt, wie weit das Ziel bereits erreicht wurde. Bei qualitativen Zielen, die sich nicht mit einer einzelnen Kennzahl messen lassen, wurde jeweils ein Set aus mehreren Indikatoren zusammengestellt, die in der Zusammenschau eine Einschätzung der Zielerreichung erlauben. Bereits bestehende Erhebungen und Berichte der Stadt bildeten die Grundlage für die Zusammenstellung der Daten. Die Beurteilung der Zielerreichung erfolgte durch Teams von Expertinnen und Experten unterschiedlicher Dienststellen, die ihre jeweilige fachliche Perspektive in die Diskussion einbrachten.

Der Grad der Zielerreichung wurde anhand einer vierstufigen qualitativen Bewertungsskala beurteilt:

Grundlage für die Beurteilung waren die für das jeweilige Ziel definierten Indikatoren zum Stichtag 31. Mai 2017 sowie die Einschätzung der jeweiligen Fachleute des Zielbeurteilungsteams.

Ergebnisse des ersten Monitorings

Die Ergebnisse zeigen insgesamt ein positives Bild: Bei zwei Drittel der Ziele der Smart City Wien Rahmenstrategie befindet sich Wien voll oder weitgehend auf Zielerreichungskurs. So sind etwa die Infrastrukturen für die Wiener Wasserver- und -entsorgung sowie die Abfallwirtschaft langfristig gesichert, im Bereich des Neubaus und der Sanierung von Gebäuden wurden strenge Energierichtlinien implementiert, und der Grünanteil liegt nach wie vor bei über 50 % des gesamten Wiener Stadtgebiets. Gleichzeitig machte das Monitoring auf jene Bereiche aufmerksam, die in den kommenden Jahren intensivierter Anstrengungen bedürfen werden, um die langfristigen Ziele zu erreichen.

Leitziel CO2-Emissionen

Die Senkung der CO2-Emissionen und anderer Treibhausgase ist international das Kernziel des Klimaschutzes. Die Smart City Wien Rahmenstrategie bekennt sich zu diesen Zielen und weist ihnen eine zentrale Bedeutung zu. Wien hat – nach der in der Smart City Wien Rahmenstrategie angewendeten Berechnungsmethode – das mittelfristige Ziel der CO2-Reduktion bis 2030 bereits heute de facto erreicht. Der Fokus muss daher schon jetzt auf geeignete Strategien und Maßnahmen zur Erreichung des für 2050 gesteckten Ziels gesetzt werden – und auf die Nachschärfung der Zielsetzungen im Licht des Pariser Klimaschutzabkommens.

Die Emission von Treibhausgasen – allen voran CO2 – wie auch des Energieverbrauchs pro Kopf ist in Wien schon seit zwölf Jahren rückläufig. Der Grund dafür ist, dass einerseits die Gesamtemissionen zurückgehen, andererseits die Bevölkerung stark zunimmt. Um das Ziel einer Reduktion von 80 % gegenüber 1990 zu erreichen, müssen die Maßnahmen insbesondere in den Bereichen Energie, Gebäude und Mobilität massiv verstärkt werden.

Ergebnisse aller Themengebiete

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