Hohe Energiestandards sowohl bei neu errichteten als auch bestehenden Gebäuden und eine Heiz-, Kühl- und Warmwasserversorgung aus klimaschonenden Quellen sind gerade angesichts des aktuellen Bevölkerungswachstums und des hohen Bedarfs an Wohnraum essenziell. Wien liegt hier aktuell auf Zielerreichungskurs. Jedoch sind im Hinblick auf die langen Investitions- und Sanierungszyklen bei Gebäuden jetzt schon Weichenstellungen erforderlich, um die langfristigen Ziele für 2030 und 2050 erreichen zu können.

Der Pro-Kopf-Energieverbrauch für Heizen, Kühlen und Warmwasser ist zuletzt zurückgegangen – auch bedingt durch das Bevölkerungswachstum und das überdurchschnittlich warme Klima der letzten Jahre. Der Anteil erneuerbarer Energieträger ist in diesem Bereich von 3,5% im Jahr 2005 auf 6,1% im Jahr 2014 gestiegen, jener der Fernwärme von 32,7% auf 39,3%. Der Anteil der nicht klimaschonenden Energieträger Kohle und Öl konnte in den letzten Jahren stark reduziert werden, nicht jedoch jener für Gas. Neben einer Intensivierung der Bemühungen zur Erhöhung der Sanierungsraten und -qualität ist im Neubau ein baldiger Ausstieg aus fossilen Heizsystemen notwendig.