Eine prosperierende Wirtschaft, ein starker und im internationalen Wettbewerb konkurrenzfähiger Standort sowie eine ausgeprägte Ausrichtung auf kreative Neugründungen und moderne Technologien sind Grundvoraussetzungen für die Entwicklung einer innovationsstarken Smart City Wien. Die aktuellen Monitoringergebnisse belegen die gute Performance des Standorts Wien in einer Reihe von Schlüsselbereichen. Sie weisen aber – im Hinblick auf die soziale Dimension der Smart City – auch auf eine Kernherausforderung der kommenden Jahre hin: die Integration der wachsenden Bevölkerung in den Arbeitsmarkt.

Die Anzahl der Firmen-Headquarters am Standort Wien nahm zwischen 2015 und 2016 von 214 auf 221 zu – Wien konnte damit die Position als Drehkreuz für Mittel- und Osteuropa absichern. Steigerungen verzeichneten auch die Unternehmensgründungen und Auslandsinvestitionen: Knapp 9.000 Neugründungen im Jahr 2016 bedeuten eine Zunahme um mehr als 300 (oder +3,5%) im Vergleich zum Vorjahr. Bei den Investitionen internationaler Unternehmen in Wien konnte ein Zuwachs von 11,5 Mrd. Euro (+14%) verzeichnet werden.

Anders stellt sich die Situation dagegen beim BIP pro Kopf dar. Mit Platz 17 im Ranking der europäischen Regionen liegt Wien derzeit nicht unter den angestrebten Top 10. Der relative Rückfall ist vor allem mit dem vergleichsweise starken Bevölkerungswachstum der letzten Jahre zu erklären, mit dem die wirtschaftliche Dynamik nicht mithalten konnte. Angesichts des anhaltenden Zuzugs nach Wien werden in den nächsten Jahren verstärkte Anstrengungen notwendig sein, um die Integration der wachsenden Bevölkerung in den Arbeitsmarkt zu unterstützen.

This post is also available in: Englisch