Smart.               Simpel.

Unser Weg in die Zukunft einfach erklärt.

14 Beispiele

Warum Smart City?

Der Klimawandel ist längst Realität.

Es ist oft nur eine kleine Zeitungsnotiz, die im Sommer – 2018 war es der 1. August – in den Medien die Runde macht: An diesem Tag hatte die Menschheit alle Rohstoffe verbraucht, die die Erde in einem ganzen Jahr erneuern kann. Wir stoßen also mehr Schadstoffe aus, als unsere Ozeane und Wälder abbauen können, fällen mehr Holz als nachwachsen kann usw. Überraschend ist es längst nicht mehr, dass wir weit über unsere Verhältnisse leben – erschreckend ist, dass der besagte Stichtag innerhalb von nicht einmal 20 Jahren vom November in den Hochsommer gerückt ist.

Der „ökologische Fußabdruck“ der Menschheit wird somit nach wie vor immer größer. Und zunehmend auch spürbar! Als in den 70er-Jahren die ersten Warnungen vor einer Überschreitung der „Grenzen des Wachstums“ laut wurden, lagen die Prognosen – so drastisch sie waren – doch in weiter Ferne. Heute ist der Klimawandel längst Realität: Von den weltweit 18 heißesten Jahren seit Beginn der Aufzeichnungen, wurden 17 nach dem Jahr 2000 gemessen. Im Sommer 2018 ging die Getreideernte aufgrund der Hitze drastisch zurück, in so unterschiedlichen Ländern wie Schweden oder El Salvador. In Europa mussten Atomreaktoren heruntergefahren werden, weil das Flusswasser, das zur Kühlung verwendet wird, zu warm war. Und die Berichte über Waldbrände und Hitzetote mehren sich von Kalifornien bis Japan.

Städte wie Wien sind von dieser Entwicklung besonders betroffen. Hier leben Menschen in dichter Nachbarschaft. Wohnen, Arbeiten und Freizeitaktivitäten finden auf engem Raum statt. In Städten konzentriert sich somit auch der Energieverbrauch und der Ausstoß schädlicher Treibhausgase wie CO2. Die Folgen von globaler Erwärmung und Ressourcenknappheit sind hier weitreichender als anderswo und werden das Leben der Menschen in Zukunft maßgeblich bestimmen. Es ist somit unausweichlich, sich diesen Herausforderungen zu stellen.

Wiener Jahresdurchschnitts-Temperaturen (1775-2017); Urheber: Ed Hawkins; Datenquelle: zamg.ac.at

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Smarte Städte machen Hoffnung.

Städte sind aber auch seit jeher die Motoren der Veränderung und Innovation. In Städten wird entschieden, wie unsere Zukunft aussieht! Und weltweit übernehmen mehr und mehr Städte – von Chicago bis Singapur – Verantwortung und erstellen Strategien für eine zukunftsfähige Entwicklung.

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Der Wiener Weg.

„Smart City Wien“ ist die Vision einer Stadt, in der es sich auch in Zukunft gut leben lässt, ohne das auf Kosten der Umwelt zu tun. Oder besser: Gerade weil wir sorgsam mit ihr umgehen!

Das bedeutet in vielen Bereichen deutliche Veränderungen: neue Arten der Fortbewegung, in denen das private Auto weniger wichtig wird, dafür aber zum Beispiel auf den Straßen wieder mehr Platz zum entspannten Aufhalten ist, neue Gebäude mit anderen Formen der Heizung und Kühlung, neue Modelle des Teilens und gemeinsamen Nutzens, des Reparierens und Wiederverwertens usw.

Wien hat dazu eine umfangreiche Strategie, die Smart City Wien Rahmenstrategie, erarbeitet, die drei wesentliche Elemente umfasst:

  1. Smart City Wien steht zuerst einmal für den Anspruch auf einen verantwortlichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Um den CO2-Ausstoß bis 2050 drastisch zu reduzieren, haben sich Politik und Veraltung verpflichtet, in Kernbereichen wie der Energieversorgung, der Verkehrspolitik oder der Gebäudesanierung ambitionierte Ziele zu verfolgen.
  2. Ressourcenschonung bedeutet aber nicht Verzicht – im Gegenteil! Die Smart City Wien soll für alle Menschen in der Stadt unabhängig von ihrem Einkommen oder ihrer Herkunft lebenswert sein.
  3. Der wichtigste Hebel, um diese Ziele zu erreichen, ist die Entwicklung neuer, kreativer Lösungen. Die Smart City Wien braucht daher exzellente Forschung und helle Köpfe. Digitale Technologien werden dabei in den kommenden Jahren mit Sicherheit weiter an Bedeutung gewinnen.

Um all das zu erreichen, wurden in den unterschiedlichen Themenbereichen – von Energie und Mobilität bis zu Bildung und Forschung – konkrete Ziele festgelegt, die schrittweise bis 2030 und 2050 realisiert werden sollen. Im Rahmen eines Monitoring-Prozesses wird in regelmäßigen Abständen überprüft, wie weit dies auch tatsächlich gelingt. Die Projekte zeigen, dass die Vision der Smart City Wien in vielen Bereichen auch schon heute Realität wird.

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Smart City braucht alle

Die Smart City Wien ist weit mehr als ein politisches Programm, das man nur nach Anleitung umsetzen muss. Wer soll auch heute schon exakt wissen, was in 10, 20 oder 30 Jahren notwendig sein wird. Wenn die Smart City Wien gelingen soll, dann heißt es, nicht nur für Politik und Verwaltung „smart“ zu sein. Um die Stadt verantwortungsbewusst weiterzuentwickeln und auch für künftige Generationen attraktiv zu gestalten, um neue Formen des Wohnen und Arbeitens, der Freizeit und des Zusammenlebens zu erfinden, braucht es schlicht – alle. Wie heißt es so schön: Wien hat bald zwei Millionen Gehirne – nutzen wir sie!

Das Projekt wird aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung kofinanziert.