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Luftqualität in Wien auf Rekordhoch

Luftqualität in Wien auf Hochniveau © R. MANDL, 2015/05/18, WV274, 1160 Wien, RuW E_04, Ausblick Jubiläumswarte

Die Luftqualität in Wien war seit Beginn der 1970er-Jahre nicht mehr so gut wie heute. Die Jahresbilanz zur Wiener Luftqualität zeigt, dass Wiens Maßnahmen greifen.

Grenzwerte bei Feinstaub unterschritten

Aktuell wird von der Stadt Wien bereits das dritte umfassende Maßnahmenpaket gegen Feinstaub umgesetzt, das alle relevanten Verursachergruppen erfasst.

Die EU-Grenzwerte bei Feinstaub werden 2016 bereits zum fünften Mal unterschritten. Die Feinstaubwerte lagen rund 13 Prozent unter jenen des Vorjahres. Dabei zählte auch 2015 bereits zu den Jahren mit der geringsten Feinstaubbelastung seit dem Beginn der Messungen im Jahr 2002.

Die in Wien gemessenen Höchstwerte für Feinstaub im Jahresmittel wurden seit dem Jahr 2003 halbiert und liegen deutlich unter dem Grenzwert von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter. Der Grenzwert von maximal 35 Tagen pro Jahr, an denen der Wert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter im Tagesmittel überschritten werden darf, wurde in den vergangenen fünf Jahren eingehalten. 2015 gab es sogar nur an 14 Tagen erhöhte Werte.

Hauptverursacher von Feinstaub in Wien sind Straßenverkehr, Bautätigkeiten und private Raumwärmegewinnung ohne Fernwärme. Feinstaub wird aber laut Studien der TU Wien oft über weite Strecken transportiert, sodass bis zu 60 Prozent zur Feinstaubbelastung in Wien aus überregionalen Quellen stammen, also nicht hausgemacht sind. EU-Vorschriften zur Emissionsreduktion in allen Mitgliedsstaaten tragen daher ebenfalls wesentlich zur Verringerung der Belastung in Wien bei.

Feinstaub (PM10 und PM2,5 - Particulate Matter)

Anti-Feinstaub-Paket

Die positive Entwicklung liegt an zahlreichen Maßnahmen zur Verbesserung der Luftgüte. Die Stadt Wien setzt mittlerweile das 3. Maßnahmenpaket um, das alle Verursachergruppen umfasst. Enthalten sind darin die Forcierung des öffentlichen Verkehrs und emissionsarmer Fahrzeuge, die thermische Wohnhaussanierung, umweltfreundliche Baustellen, die Ausweitung der Fernwärmenutzung oder der effiziente Winterdienst, der statt auf Streusplitt auf moderne Sole- und Feuchtsalztechnologie setzt.

Maßnahmen zur Senkung der Luftverschmutzung

Weitere Informationen zu diesem Thema finden Sie auf wien.at

2 Kommentare

  • Mittwoch, 4. Januar 2017 von dadano

    Leider wird der viel gefährlichere Feinstaub PM 2,5 in Wien gar nicht gemessen wie man dem Luftgüteberichte der Stadt Wien entnehmen kann. Private messungen steigen extrem erhöhte werte. Insofern stimmt der Titel dieses Artikel nur bezüglich PM10 und ist fast schon irreführend!

  • Mittwoch, 4. Januar 2017 von ma22kus

    Die Feinstaubbelastung durch PM2,5 wird vom Wiener Luftmessnetz laufend gemessen und liegt seit zehn Jahren deutlich unter dem Grenzwert. Die Messwerte sind in den Berichten ersichtlich. In der halbstündlich aktualisierten „Ampelansicht“ der Bewertungen nach dem Wiener Luftgüteindex scheinen sie nicht auf, da es für PM2,5 nur einen Grenzwert für den Jahresmittelwert gibt, aber keinen für Kurzzeitmessungen.

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