Mobilitätskonzept im Korridor Wien – Flughafenregion

Schwechat (Skizze)

Die urbane Region Wien – Schwechat wächst immer stärker zusammen. PUMAS entwickelte Mobilitätslösungen für diese Region um eine nachhaltige stadt-regionale Mobilität zu ermöglichen.

Das Projekt PUMAS erarbeitete von 2012 bis 2015 beispielhafte Lösungsansätze in Form von Pilotaktivitäten, um eine nachhaltige stadt-regionale Mobilität zu ermöglichen. Als Pilotaktivität des Projektes PUMAS in und rund um Wien wurde auf Grundlage eines kommunikativen Prozesses zwischen den regionalen Akteurinnen und Akteuren ein Mobilitätskonzept im Korridor Schwechat – Wien – Flughafenregion erstellt.

Die Bearbeitungsweise des Projekts folgte der Systematik nach SUMP (Sustainable Urban Mobility Plan). Dieser Planungsansatz wurde von der Europäischen Kommission im Weißbuch Ver­kehr vorgeschlagen und im sogenannten “Urban Mobility Package” ausformuliert, um nachhaltige Mobilitätslösungen in europäischen Städten zu begünstigen.

Mittels aktiver Einbindung von Akteurinnen und Akteuren aus der Region, gemeinsamer Zieldefinition, starker Umsetzungsorientierung machbarer Ziele und unter Einsatz nachvollzieh­barer Methoden konnten Aktivitäten im Bereich unterstützender öffentlicher Verkehrsmittelange­bote (Mikro-ÖV), Radwegenetzoptimierung und Informationsverbesserung zum ÖV am Flughafen Wien geplant werden.

Wie auch die verstärkte Koordination zwischen Akteurinnen und Akteuren in Wien und im Wiener Umland werden diese Aktivitäten die Laufzeit des EU-geförderten Projekts von 2012 bis 2015 überdauern und in Folge in Um­setzungen münden.

Ziele

Ambition des in sechs europäischen Ländern durchgeführten Projekts PUMAS war die Verbesserung vorhandener Planungskulturen und -methoden in Richtung einer integrierten und nachhaltigen Stadt- und Regionalmobilitätsplanung. Mit seiner Pilotaktivität in Österreich baute PUMAS auf etablierte Kooperation und Koordination in Mobilitätsfragen zwischen den Bundesländern Wien und Niederösterreich auf. Die Zusammenarbeit wurde nicht nur in der alltäglichen Planungsarbeit, sondern auch im Rahmen internationaler Projektarbeit praktiziert.

Ziel der Pilotaktivität war die Erarbeitung eines modellhaften strategischen Mobilitätskonzeptes zwischen der Stadt Wien und den Umlandgemeinden. Dieses war zunächst auf einen Mobilitätskorridor ausgerichtet, kann in weiterer Folge jedoch auch in anderen Bereichen der Stadtregion+ als Beispiel dienen und Entwicklungen anstoßen. Hierbei arbeiteten Wien, Umlandgemeinden, Leitbetriebe in der Region sowie weitere Akteurinnen und Akteure gleichwertig zusammen.

Als erste Phase der Pilotaktivität wurde eine gemeinsame Vision der regionalen Akteurinnen und Akteure zur Mobilität im ausgewählten Korridor erarbeitet und in einem Zielpapier festgehalten. Als Umsetzung eines zweiten Schrittes wurden drei Maßnahmen beziehungsweise Aktivitäten auf Grundlage der gemeinsamen Aussagen von Gemeinden und der Akteurinnen und Akteure im Zielpapier sowie der gesammelten Ideen zur Umsetzung im Planungsraum ausgewählt.

Ergebnisse

Insgesamt können sowohl das Projekt PUMAS, mit Erfahrungen aus sieben SUMP-Anwendungsfällen, als auch die Pilotaktivität zahlreiche Erfolge aufweisen. Folgende Ergebnisse der PUMAS Pilotaktivität im Mobilitätskorridor Schwechat – Wien – Flughafenregion sollen besonders hervorgehoben werden:

  • Gemeinsames Verständnis der Herausforde­rungen und Ziele der Akteurinnen und Akteure im Korridor
  • Ergänzung und Optimierung von Detail­planungen durch Fachbegleitung sowie stadtgrenzenüberschreitende Abstimmung
  • Verankerung der weiteren Schritte nach Auslaufen des EU-Förderprojekts
  • Erfolgreicher Testfall für zukünftige Ansätze stadtgrenzenüberschreitender Zusammenarbeit
  • Verankerung von “Regionalen Mobilitätspartnerschaften” in den Mobilitätskonzepten beziehungsweise Gesamtverkehrsstrategien der Länder Wien, Niederösterreich und Burgenland

Maßnahmenschwerpunkte

  • Maßnahmen zur Verbesserung des öffentlichen Verkehrs durch Verknüpfung bestehender und künftiger Regionalbuslinien mit bedarfsgesteuerten Angeboten zur Abdeckung eines adäquaten Angebots in den Randzeiten
  • Maßnahmen zur Verknüpfung des niederösterreichischen Radwegegrundnetzes mit der Wiener Radwegelangstreckenplanung, inklusive der möglichen Ausweitung der bestehenden Radverleihstationen und Bike&Ride-Standorte in der Region
  • Maßnahmen zur Optimierung der bestehenden Flughafenschnellverkehre (S7/CAT) und der generellen ÖV-An­bindung unter besonderer Berücksichtigung der Informationsqualität

Das Projekt PUMAS wurde im Juni 2015 abgeschlossen.

Kontakt

DI Rainer Müller

TINA Vienna GmbH

E-Mail: rainer.mueller@tinavienna.at

Website: PUMAS

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