©Pierre Salomé - Aishuu

Selbstfahrende Busse werden in Wien „erwachsen“

Wien bekommt eine fahrerlose Autobuslinie: Im Sommer 2017 startet das Projekt auto.Bus Seestadt, in dem die Wiener Linien, das AIT Austrian Institute of Technology, das KFV (Kuratorium für Verkehrssicherheit), der TÜV AUSTRIA sowie die SIEMENS AG Österreich und der französische Bushersteller NAVYA gemeinsam an der technologischen und rechtlichen Weiterentwicklung von autonomen Kleinbussen arbeiten. Ziel ist die nachhaltige Erhöhung der Effizienz und der Betriebssicherheit autonomer Fahrzeuge, um letztlich eine Buslinie in der Seestadt unter realen Bedingungen betreiben zu können – mit Haltestellen, Fahrplan und echten Fahrgästen.

Das Forschungsprojekt wird mit Mitteln des Verkehrsministeriums gefördert, wie heute bekannt wurde. „Autonomes Fahren ist ein Megatrend, der das Potenzial hat Städte nachhaltig zu verändern. Als öffentlicher Verkehrsanbieter werden wir hier vorne mit dabei sein“, freut sich Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer über die Förderzusage.

Lernfähig und kommunikativ

Mit österreichischem Know-How soll der Bus „lernfähig“ und „kommunikativ“ werden: „Wir entwickeln Lösungen wie VerkehrsteilnehmerInnen und der Bus sicher miteinander interagieren. Dazu wollen wir dem Bus durch Machine Learning beibringen, wie er Personen und Objekte zuverlässig erkennen kann“, erklärt Wolfgang Ponweiser vom AIT. Außerdem soll sowohl für die Fahrgäste im Bus, als auch für andere VerkehrsteilnehmerInnen nachvollziehbar werden, was der Bus wahrnimmt und welches Fahrmanöver deshalb zu erwarten ist.

Nach rund einem Jahr Entwicklungszeit soll der Bus 2019 den Linienbetrieb in der Seestadt aufnehmen.

Weiterführende Informationen:

Originalbeitrag auf wien.at

Beitrag der Wiener Linien

Pressemeldung des AIT

 

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