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Wien aus der Mobilitätsperspektive – Christian Kern im Smart City-Gespräch

Im Interview verrät Christian Kern, wie über Multimodalität Mobilitätserlebnisse geschaffen werden können und wie die Zukunft des öffentlichen Verkehrs aussehen soll. Die Projekte „Smile“ und „eMorail“ sowie der neue Hauptbahnhof zählen dabei zu den wichtigsten Leuchtturmprojekte für Wien und die Region.

Das Team von SMILE jubelt (c) pma

Wiener Stadtwerke gewinnen mit smile den „pma award 2014“

Die Wiener Stadtwerke haben mit dem Forschungsprojekt „smile“ „pma award 2014“ der Projekt Management Austria (pma) gewonnen. Der Preis zeichnet Projektteams aus, die herausragende Spitzenleistungen durch Projektmanagement erzielen und nachweisen. Projektleiter Reinhard Birke nahm die Auszeichnung am Donnerstag, 27. November 2014, im Rahmen des „pma award gala dinner“ im Studio 44 der Lotterien stellvertretend für sein Unternehmen entgegen.

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Start der smile Testuser Suche Forschungsprojekt der Wiener Stadtwerke, Wiener Linien, ÖBB und den Partner Citybike (C) Wiener Stadtwerke/Johannes Zinner

Einfach mobil per App: „smile“ sucht 5.000 Pioniere

 

Bis zu 5.000 Interessierte mit Android – Smartphone sind eingeladen, die smile-App zu testen und zu nutzen.

 

Anmeldungen werden ab sofort unter www.smile-einfachmobil.at angenommen; im November startet die Pilotphase!

 

Die neue Mobilitäts-Plattform kombiniert verschiedenste Angebote: alle Arten von Öffis ebenso wie Taxis, Leihräder, Carsharing, Parkgaragen und Ladestationen für e-Autos. Die App ermöglicht, sich über all diese Verkehrsmittel nicht nur zu informieren, sondern auch diese zu buchen, zu bezahlen und zu nutzen. Die smile-App informiert über die Mobilitätsangebote in der Nähe ihres Standortes, und sie ermittelt Vorschläge für die Fahrt von A nach B. Hierbei werden die vorhandenen Zeitkarten, Ermäßigungen, Mitgliedschaften bei Sharing-Anbietern und eigene Fahrzeuge berücksichtigt.

 

Nach erfolgreicher Buchung aller Leistungen, wird das Ticket am Smartphone angezeigt. Für Taxi, Sharing-Auto, Leih-Fahrrad oder die Parkgarage erfolgt die Bezahlung nach der Nutzung, sobald der tatsächliche Preis feststeht. Die Abrechnung erfolgt bargeldlos, einfach und übersichtlich über das smile Benutzerkonto. So ist man mit der smile App sprichwörtlich EINFACH MOBIL.

 

Damit die PilotuserInnen auch möglichst real testen können, sind neben den Projektpartnern Wiener Linien und den ÖBB weitere renommierte Mobilitätsanbieter mit an Bord: Linz Linien, Graz Bike, car2go, Flinkster, Taxi 31300, citybike, nextbike, WIPARK, e-carage Elbl.

 

Derzeit werden intern die letzten Tests abgeschlossen, damit im November 2014 dem Pilotbetrieb nichts mehr im Wege steht. Wer beim smile Pilotbetrieb mitmachen will und ein Android-Smartphone hat, kann sich ab sofort über die smile Website anmelden: www.smile-einfachmobil.at.

Mobilitätskarte und „SMILE“ ermöglichen die Mobilität der Zukunft

Die Sammelkarte für zahlreiche Leistungen bringt einen Gewinn an Komfort, einen leichten Zugang zu zusätzlichen Services und die Möglichkeit, neue Leistungen auszuprobieren.

Die Erweiterung um weitere Mobilitätsangebote ist geplant. Carsharing, Flughafentransfers, Taxis und Mietautos sollen schrittweise eingegliedert werden.

Vizebürgermeisterin Renate Brauner:

Für viele Wienerinnen und Wiener, aber auch tausende Pendlerinnen und Pendler wird das Fortkommen in der Stadt damit noch bezahlbarer, noch komfortabler und es bleibt – nach wie vor – kostengünstig. Diese Anstrengungen werden auch international beachtet, nicht umsonst bewegt sich Wien in internationalen Stadtvergleichen stets im Spitzenfeld.

Mobilitätsassistent „SMILE“

Die Wiener Stadtwerke entwickeln mit den Wiener Linien und den ÖBB als Forschungsprojekt eineApp, die in Echtzeit den idealen Weg von A nach B anbietet. Mit einem Klick sollen alle Tickets verkehrsmittelübergreifend gebucht und bezahlt werden können.

Die Kundinnen und Kunden werden auf der Route „begleitet“ und erhalten aktuelle Meldungen über Störungen auf der Strecke. Mit der App hat man immer den richtigen Validierungsschlüssel (Ticket, Taxi-Bezahlung, Stromtankstelle) dabei.

SMILE ist nicht auf den Großraum Wien beschränkt, sondern soll österreichweit eingesetzt werden können. Aktuell arbeiten 20 Anbieterinnen und Anbieter, von den Öffis in Wien, Graz und Linz bis zuCarsharing-Firmen oder Taxi-Unternehmen, an der Entwicklung von SMILE mit. Damit ist SMILEeuropaweit ein Vorreiter in der Entwicklung.

Die SMILE-App wird bereits jetzt von ersten Testuserinnen und -usern genutzt. Das Forschungsprojekt läuft bis März 2015. Es soll in einem weiteren Schritt allen Wienerinnen und Wienern zur Verfügung stehen. Demnächst werden bis zu 5.000 Wienerinnen und Wiener gesucht, die die App ausgiebig testen sollen.

Jahreskarte in neuem Kleid

Gleichzeitig mit der Einführung der Mobilitätskarte wird auch die Jahreskarte der Wiener Linien ab 1. Jänner 2015 in Form einer Plastikkarte im Scheckkartenformat neu gestaltet. Mit dem neuen Designkommen die Wiener Linien einem Wunsch vieler Kundinnen und Kunden nach, erzielen eine höhere Fälschungssicherheit und eine insgesamt leichtere Handhabung. Sie wird ab 2015 sukzessive an alle Jahreskartenbesitzerinnen und -besitzer ausgegeben.

Die Jahreskarte gibt es seit 1982. Heute nutzen bereits über eine halbe Million Menschen das Angebot. Die Jahreskarte bietet im internationalen Vergleich enorm viel und ist dabei sehr günstig: Betrachtet man alleine den Preis, so sind die Wiener Linien knapp hinter Rom auf Platz 2 im europäischen Vergleich. Rechnet man das Angebot hinzu, ist Wien Europameister – wenn nicht sogar Weltmeister.

Renate Brauner:

In den vergangenen Jahrzehnten haben die Wiener Stadtwerke Milliarden Euros in den öffentlichen Verkehr investiert. Das Öffi-Netz 2014 ist mit dem von vor 20 Jahren nicht zu vergleichen. Es ist größer, moderner, schneller und im europäischen Vergleich extrem kostengünstig. Wenn Angebot geschaffen wird, wird das auch genutzt. Waren 1993 noch 40 Prozent mit dem Auto und 29 Prozent mit den Öffis unterwegs, ist es heute umgekehrt: nur noch 27 Prozent der Wege in Wien werden mit dem Auto zurückgelegt, 39 Prozent mit den Öffis.

Weiterführende Informationen: