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Wiener Luftqualität: Wiens Maßnahmen greifen!

 Bereits zum 6. Mal in Folge hat die Stadt Wien im vergangenen Jahr die EU-Grenzwerte für Feinstaub unterschritten. Die Feinstaubwerte lagen auch heuer im Jahresmittel auf dem Niveau des Vorjahres – und 2016 war bereits das Jahr mit der geringsten Feinstaubbelastung seit dem Beginn der Messungen im Jahr 2002.

Enthalten sind darin die Forcierung des öffentlichen Verkehrs, wie heuer die Verlängerung der U1 nach Oberlaa oder die Netzoptimierung der Bus- und Straßenbahnflotte, die Parkraumbewirtschaftung, der Einsatz emissionsarmer Fahrzeuge, die thermische Wohnhaussanierungumweltfreundliche Baustellen, die Ausweitung der Fernwärmenutzung oder der effiziente Winterdienst, der statt auf Streusplitt auf moderne Sole- und Feuchtsalztechnologie setzt. Bei letzterem konnten die Streusplittmengen und der dadurch entstandene Feinstaub in Wien drastisch reduziert werden. Zum Vergleich: Im Winter 1995 hat die MA 48 noch mehr als 133.500 Tonnen Splitt gestreut, im Winter 2002/03 waren es noch rund 28.000 Tonnen, im sehr starken Winter 2012/2013 mit 121 cm Schnee an 42 Tagen 1.165 Tonnen und letztes Jahr nur noch 78 Tonnen. Auch die Forcierung der E-Mobilität ist ein aktiver Beitrag zur Luftgüte, bis 2020 errichtet die Stadt Wien 1000 neue Ladestellen im öffentlichen Raum.

Hauptverursacher von Feinstaub sind in Wien StraßenverkehrBautätigkeiten und private Raumwärmegewinnung ohne Fernwärme. Feinstaub wird aber laut Studien der TU-Wien und des Umweltbundesamtes oft über weite Strecken transportiert, sodass ca. drei Viertel der Wiener Feinstaubbelastung aus überregionalen Quellen stammen, also nicht hausgemacht sind. EU-Vorschriften zur Emissionsreduktion in allen Mitgliedsstaaten tragen daher ebenfalls wesentlich zur Verringerung der Belastung in Wien bei.

Selbst zu Silvester, wo es in vielen Städten traditionell höhere Belastung durch Feuerwerke gibt, konnte heuer in Wien auf Grund der günstigen Wetterbedingungen sowohl am 31. Dezember als auch am 1. Jänner der Tagesmittelwert von 50 µg/m³ deutlich unterschritten werden – und zwar mit 26 µg/m³.

Weiterführende Informationen

Zum Originalbeitrag auf wien.at

„Eine kleine Luftgütebibel“ – Mehr Informationen zum Thema Luftgüte in Wien

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