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Bei „Smarter Together“ entwickeln die Stadt Wien und zahlreiche Unternehmen gemeinsam mit den Menschen vor Ort zukunftsweisende Smart-City-Lösungen. Die in Simmering gewonnenen Erkenntnisse dienen als Blaupause für die klimafreundliche Stadterneuerung.

Die Smart City Wien setzt seit 2016 gemeinsam mit den Partnerstädten München und Lyon das Leuchtturmprojekt „Smarter Together“ um. Über 30 ProjektpartnerInnen probieren in bestehenden Stadtteilen technische und soziale Innovationen aus. Oberstes Ziel ist die nachhaltige Erneuerung bestehender Stadtteile. Die in Wien-Simmering ansässigen Menschen sind in rund 40 Einzelprojekte im Projektareal eingebunden. Etwa bei Gebäudesanierungen oder via E-Carsharing innerhalb einer Wohnanlage in der Haufgasse. Im Herbst 2017 nahmen sogar über 6.000 Interessierte an „Beat the Street, einem Mobilitätsspiel“, teil.

Mobilitätslabor & Datenpool

Viele BewohnerInnen nutzen auch SIMmobil, ein mobiles Mitmachlabor, oder buchen ein E-Lastenrad unter www.graetzlrad.wien direkt und kostenlos. Normale E-Bikes stehen beim Tor 2 am Zentralfriedhof zum Ausleihen bereit. Im Klimaschutz spielt Bildung eine ebenso wichtige Rolle: Das Projekt punktet hier mit einer Schulerweiterung am Enkplatz mit vier brandneuen Null-Energie-Turnsälen, zwei Solar-Bänken und vielen Workshops. Des Weiteren ist Smarter Together beim Aufbau des Bildungsgrätzels Enkplatz bzw. des BildungsQuartiers Simmering vorne dabei.

Ganz im Sinne der Smart City Wien ermöglicht eine eigene FIWARE-Open-Source-Datenplattform die Analyse von allerlei Betriebsdaten zu Forschungszwecken. So feilen auch gewerbliche Akteure wie Siemens am Leberberg und die Post AG hier an ihrer Betriebslogistik. Ganz unterschiedliche Akteure aus Wirtschaft, Forschung, Zivilgesellschaft und Stadtverwaltung arbeiten sehr eng zusammen. Dabei zeichnet sich Smarter Together gerade durch seinen ganzheitlichen Ansatz für Klimaschutz und urbane Lebensqualität aus.

VCÖ-Mobilitätspreis 2017

Alle getroffenen Maßnahmen sind nun bis 2021 Gegenstand einer Überprüfung. Es geht vor allen Dingen darum, inwieweit sich die gewonnenen Erkenntnisse für andere Vorhaben nutzen lassen. Partizipation und Wissensmanagement sind dafür wieder wichtige methodische Säulen. Außerdem sollen neue Geschäftsmodelle diese von Menschen in ihrem Alltag getesteten Lösungen übertragbarer machen. Smarter Together ist das derzeit größte von der EU geförderte Vorhaben in der Wiener Stadterneuerung. Es erhielt 2017 den VCÖ Mobilitätspreis in der Kategorie „Aktive Mobilität und öffentlicher Raum“. Mehr dazu hier.

Links

Projekthomepage

interaktive 3D-Webapplikation

Wiener Jahresrückblick 2018

EU-Projekthomepage

Kontakt

Projektleitung „Smarter Together“

Dipl. Ing. Stephan Hartmann

MA 25 – Technische Stadterneuerung

E-Mail: stephan.hartmann@wien.gv.at

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