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die Führung.

FAKTEN

  1. Das WAALTeR-Tablet und die Smart Watch mit dem Notrufknopf werden in über 80 Haushalten in Wien für 18 Monate getestet.
  2. 78 % der ÖsterreicherInnen zwischen 60 und 69 Jahren nutzen das Internet. Aber nur 38 % der über 70-Jährigen. Um ältere SeniorInnen bei der allgegenwärtigen Digitalisierung nicht abzuhängen braucht man öffentliche Initiativen.

Das Forschungsprojekt WAALTeR (Wiener Active and Assisted Living Testregion) untersucht Möglichkeiten, die zunehmende Digitalisierung des Alltages für SeniorInnen zu nutzen. Mithilfe neuer Technologien und Services werden ältere Menschen sozial integriert und ihnen möglichst lange ein selbstbestimmtes Leben im gewohnten Umfeld ermöglicht. Durch Unterstützung bei Gesundheitsversorgung, Sicherheit und Mobilität wird eine hohe Lebensqualität der SeniorInnen erhalten. Erste Rückmeldungen aus mehr als 80 Wiener Testhaushalten zeigen, dass die SeniorInnen die für Sie neuen digitalen Möglichkeiten interessiert annehmen und es ihnen einen großen Mehrwert im Alltag bietet.

www.waalter.wien

Foto: © Bohmann/Andrew Rinkhy

„Als Teil einer Generation, die ohne Mobiltelefone, Internet oder Tablets aufgewachsen ist, war meine Neugier sehr groß, als ich vom Projekt WAALTeR erfahren habe. Schon nach der ersten Informationsveranstaltung wusste ich: Da will ich dabei sein, mit der Teilnahme an diesem Projekt habe ich die Möglichkeit mich digital fitter zu machen und gewisse Unsicherheiten im Umgang mit einem Tablet abzubauen. Ich bin zwar selbst sehr aktiv – ich engagiere mich u.a. als Betreuerin im Kontaktbesuchsdienst der Stadt Wien für SeniorInnen – finde es aber wichtig, mich intensiver mit diesen Technologien auseinanderzusetzen, damit ich auch im höheren Alter gut damit zurechtkomme. Ich verwende mein Tablet sehr regelmäßig, die Möglichkeit diverse Tageszeitungen zu lesen und den Veranstaltungskalender finde ich sehr ansprechend. Sehr praktisch ist auch der Routenplaner, der mit den Veranstaltungshinweisen verknüpft ist. Die Größe der Symbole und die einfache Navigation erleichtern die Benutzung sehr. Es macht Spaß sich in dieser unbeschwerten Art und Weise mit diesen Technologien vertrauter zu machen, die Nutzung der Smart Watch und der Telemedizin sind sicherlich Möglichkeiten, die ein unabhängiges und selbstbestimmtes Älterwerden unterstützen können.“ Susanne Biri, Benutzerin von WAALTeR

Wiener Active & Assisted Living Testregion

© Bohmann/Andrew Rinkhy

In 83 Wiener Haushalten testen SeniorInnen für 1,5 Jahre ein Tablet und eine Smart Watch, um herauszufinden, ob diese Technologie-Unterstützung im Alltag ihre Lebensqualität erhöht.

Soziale Integration, Sicherheit, Gesundheit und Mobilität für ältere Menschen, sind die Ansatzpunkte in WAALTeR. 150 SeniorInnen, die möglichst lange ein zufriedenes und selbstbestimmtest Leben im gewohnten Umfeld führen wollen sind TeilnehmerInnen am Forschungsprojekt WAALTeR.

WAALTeR steht für Wiener AAL TestRegion. AAL für active & assisted living, also intelligente Technologie-Unterstützung im Alltag älterer Menschen im Form verschiedener Assistenzsysteme und Smart Home Anwendungen. Die Idee ist, die SeniorInnen präventiv an die Technologien heranzuführen und mit den Informations- und Kommunikationstechnologien vertraut zu machen. Und das so lange es noch leicht geht, damit sie im Bedarfsfall keine Hemmschwelle mehr überwinden müssen.

Soziale Integration und Mobilität sind die Schlüsselfaktoren für hohe Lebensqualität von SeniorInnen. WAALTeR möchte die SeniorInnen unterstützen, sich einerseits mit den Technologien vertraut zu machen und andererseits die Technologien zu nutzen, um sich zu informieren und an Aktivitäten teilzunehmen. Dazu wurden auf dem WAALTeR-Tablet bestehende Technologien zu einem System zusammengefügt und nach den Wünschen der SeniorInnen aufbereitet. Kernstück bildet das Nachbarschaftsnetzwerk, das wie ein digitales schwarzes Brett funktioniert. Man kann an Aktivitäten teilnehmen oder diese anbieten, sich Gruppen anschließen, oder einfach beobachten, was in der Nachbarschaft geschieht. Auf dem Tablet kann man direkt auf die Nachrichten der ausgewählten Zeitungen zugreifen ohne lange zu suchen. Der Kalender erinnert die AnwenderInnen außerdem daran z.B. regelmäßig zu trinken oder Medikamente zu nehmen. Der Veranstaltungskalender ist mit dem Terminkalender und dem Routenplaner mit persönlichem Mobilitätsprofil verbunden, um ausgewählte Veranstaltungen übertragen und sich den Weg beschreiben zu lassen. Die Kamera mit Fotospeicher sowie Zugang zum Internet und ausgewählten Apps vervollständigt das Paket soziale Integration.

Im Bereich Sicherheit unterstützt der Notrufknopf an der Smart Watch die TeilnehmerInnen unterwegs. Wird der Notrufknopf gedrückt ruft die Notrufzentrale auf der Smart Watch an und startet entweder die Rettungskette oder schaltet den Fehlalarm ab. Das subjektive Sicherheitsempfinden wird durch das Nachbarschaftsnetzwerk unterstützt: wer nicht gerne alleine unterwegs ist oder eine helfende Hand braucht findet hier Unterstützung. Ein Innenraum-Sturzdetektor kommt in einer späteren Testphase im Herbst 2019 zum Einsatz, ebenso wie eine Präsenzerkennung sowie eine Alarmfunktion für die Wohnung.

Im Bereich Gesundheit werden einerseits viele Informationen und bestehende Angebote von Stadt und Privaten sowie Sturzpräventions-Übungen zur Verfügung gestellt. Andererseits gibt es einen Telemedizinbereich, in dem TeilnehmerInnen Messdaten einfach und bequem übertragen und speichern können. In der späteren Testphase ab Herbst 2019 erfolgt eine Zusammenarbeit mit Ärzten, an die die gemessenen Daten übertragen werden.

In der WAALTeR-Musterwohnung in der Johanniter-Residenz Schichtgründe in Wien Floridsdorf können alle WAALTeR-Technologien sowie weitere Smart Home Anwendungen ausprobiert werden. Jeden letzten Freitag im Monat ist dort Tag der offenen Tür. Eine Anmeldung unter forschung@johanniter.at oder 01/4707030-2222 ist unbedingt erforderlich. Gibt es keine Anmeldungen für einen Termin, bleibt die Musterwohnung geschlossen.

Im Verlauf des Forschungsprojekts werden die 87 Testhaushalte und 63 Vergleichshaushalte ohne Technologien im Rahmen einer empirisch-experimentellen Evaluierungsstudie für 18 Monate begleitet. Alle drei Monate werden die ProbandInnen mit einem standardisierten Fragebogen befragt. Zusätzlich gibt es drei Interviews zu Anfang, Mitte und Ende der Studie. Alle 150 TeilnehmerInnen sind eingeladen an begleitenden Workshops zu verschiedenen Themen, wie z. B. Ernährung im Alter oder spezielle Angebote für SeniorInnen, teilzunehmen.

Bisher wird jedenfalls deutlich, dass die teilnehmenden SeniorInnen sich gerne treffen um sich über ihre Erfahrungen, Fragen und Probleme mit dem Tablet und der Uhr auszutauschen. Sie lernen gerne voneinander und erklären sich gegenseitig wie man besser zurechtkommt. Darum wurden regelmäßige WAALTeR-Stammtische eingeführt bei denen sich die TeilnehmerInnen nun in Gruppen treffen können.

Die Ergebnisse aus der Evaluierungsstudie sollen in zukünftigen Pflege- und Betreuungsprozessen berücksichtigt werden. Das Projekt läuft von Dezember 2016 bis November 2019.

Projektpartner

WAALTeR ist ein im Programm „IKT der Zukunft: benefit – Demografischer Wandel als Chance“ vom BMVIT/FFG gefördertes Projekt im Auftrag der Stadt Wien, Magistratsdirektion Geschäftsbereich Organisation und Sicherheit – Prozessmanagement und IKT-Strategie (MD-OS/PIKT). Die Smart City Wien Agency der UIV Urban Innovation Vienna GmbH ist Konsortialführerin des Projekts mit 10 weiteren Partnern: Austrian Institute of Technology; Wirtschaftspsychologische Unternehmensberatung GmbH; TU Wien; Wiener Sozialdienste Alten- und Pflegedienste GmbH; Johanniter Österreich Ausbildung und Forschung gemeinnützige GmbH; Fonds Soziales Wien; Dr. Bernard Rupp; cogvis Software und Consulting GmbH; ilogs Mobile Software GmbH und FragNebenan GmbH.

Kontakt

DI Julia Sauskojus

UIV Urban Innovation Vienna GmbH

E-Mail: sauskojus@urbaninnovation.at

Webseite: www.waalter.wien

Fördergeber

FFG

PartnerInnen

 

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